Weissbuch 4.0 – eine Einschätzung zum Arbeitsschutz

Annika Wörsdörfer, Referentin im DGB-Bundesvorstand, geht in ihrem Grußwort an die Veranstaltungsteilnehmenden auf das Weissbuch 4.0 ein.Es ist aktuell die Grundlage für ministerielle Diskussionen. In dem Weissbuch wird mit gerade 6 1/2 Seiten auf den Arbeitsschutz eingegangen. Dort werden leider kaum Ziele definiert und Schlussfolgerungen für die Entwicklung des Arbeitsschutzes gezogen. Auch das Thema Krebs durch neue Gefährdungen ist so gut wie nicht mehr präsent.

Dagegen sieht das Bundesministerium für Arbeit keinen gesetzlichen Handlungsbedarf. Zusätzliche Ressourcen für die Überwachung des Arbeitsschutzes im Betrieb werden ebenfalls nicht in Betracht gezogen. Dafür wird zunehmend auf Eigenverantwortung der Beschäftigten gelegt, es findet eine Verschiebung von Verhältnisorientierung zur Verhaltensorientierung statt.

Ohne das Grundgerüst z.B. durch flächendeckende Gefährdungsbeurteilungen können Beschäftigte aber ihre Gesundheitskompetenz nicht leben. Annika Wörsdörfer plädiert in der politischen Diskussion deutlich für eine Stärkung der Verhältnisorientierung beim Arbeitsschutz.

Ein Gedanke zu „Weissbuch 4.0 – eine Einschätzung zum Arbeitsschutz“

  1. Wenn man bedenkt, dass diese Entwicklung in diesem Ministerium unter der SPD-Regie betrieben wurde/wird, ist es schon gräßlich. Wie soll das erst werden, wenn rein arbeitgeberorientierte, lobbygesteuerte Volksvertreter das Sagen haben?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.