Führung und die vielfältigen Potenziale der Beschäftigten

Arbeitnehmer
CC by Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-61675-0001

Referenten: Bernhard Ohl und Heinrich Geissler

Nimmt man die “vielfältigen Potentiale ernst” ist es mit der Gleichbehandlung gar nicht mehr so einfach. Es kann nicht mehr bedeutet, dass jede/r dasselbe zu leisten hat. Soweit zum Arbeitnehmer. Führungskräfte wiederum sollten ganz bestimmte Eigenschaften mitbringen. Ohl hebt als eine der wichtigsten hervor, das sie sich als Verstärker im Unternehmen sehen müssen. Motivation, Arbeitszufriedenheit und Engagement der Mitarbeiter_innen sind in sofern auf das Verhalten der Führungskraft zurückzuführen.

Die 3 Größen des Tätigkeitsspielraums eines Mitarbeiters (siehe auch “Entwicklung eines arbeitswissenschaftlich begründeten Konzepts zur Gestaltung und Umsetzung integrierter Managementsysteme” unten unter 3.3):

  • Handlungsspielraum
  • Gestaltungsspielraum
  • Entscheidungsspielraum

Sind Autonomie, Flexibilität und Variabilität in einem ausgewogenen Verhältnis, können Mitarbeiter_innen sich optimal entfalten.

Arbeitswissenschaften der 70er Jahre haben propagiert, dass nur genügen Autonomie ausreichen um den Arbeitnehmer glücklich zu machen. Heute ist aber sichergestellt, dass in gleichem Maße auch psychische Belastungen vermindert werden müssen.

Hindernisse bei der Arbeit kosten Zeit und führen zu einer Verdichtung der Arbeit. Unter flexiblen, autonomen Arbeitsbedingungen führt das zu weniger Pausen und damit zu psychischer Belastung. Arbeitshindernisse sind jedoch die Regel, reibungslose Arbeitsabläufe sind eher selten. D.h. Hindernisse müssen eingeplant und in der eingeplanten Zeit berücksichtigt werden, aber wie?

Geissler hebt hervor “Gleichbehandlung ist Diskriminierung”. Schlechte Arbeitsräume, vermehrtes Stehen, weniger Sport und an der Spitze fehlende Anerkennung durch Vorgesetzte schlechte Indikatoren für eine langfristige Arbeitsfähigkeit sind.

“Krankheit ist ein Kostenfaktor, Gesundheit eine Investition!”

Abschließend noch ein Video des Unternehmensberaters Prof. Peter Kruse (Uni Bremen) zu den “8 Regeln für den totalen Stillstand im Unternehmen”