Die Paritätische Kommission der Deutschen Post

Im nächsten Vortrag und zum Abschluss des Montags stellen Georg Hohlwein und Barbara Titze von der Deutschen Post AG die Besonderheit einer bei ihnen gebildeten Paritätischen Kommission zum Arbeits- und Gesundheitsschutz vor.

Diese zunächst vom Arbeitgeber nicht gewollte Kommission konnte im Rahmen von Verhandlungen zu Veränderungen in der Briefzustellung erreicht werden.

Sie besteht aus jeweils zwei Vertretern der Arbeitgeberseite und des Betriebsrats mit der Möglichkeit einer internen Eskalationsstufe – für die Seite des BR in Richtung Initiativrecht. Ihr wurden Kompetenzen sowohl zur Planung wie auch zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung eingeräumt.

Die Befragungen der Beschäftigten fand in einer Pilotphase im Herbst 2010 statt. Die Kommission hatte sich auf einen Fragebogen verständigt und die Führungskräfte -auch durch Schulungen zur Gefährdungsbeurteilung- einbezogen. Ebenso waren die Beschäftigten umfassend über Sinn und Zweck der Befragung und der weiteren Planungen informiert worden.
Nach der Befragung und Auswertung begann die Verständigung auf die Handlungsfelder, die in Workshops mit interessierten Beschäftigten ermittelt wurden. Die Ergebnisse wurden dann erneut allen Beschäftigten bekannt gegeben. Ein Jahr nach dem Pilotprojekt konnte eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen werden, die das Verfahren absichert.

Seitdem sind mehrere Fragebögen für unterschiedliche Abteilungen erarbeitet worden. Die Schwerpunkthandlungsfelder konnten durch unterschiedliche Maßnahmen verbessert werden. Ein Schwerpunkt war z.B. die Sauberkeit am Arbeitsplatz. Hier half eine Grundreinigung das Problem zu lösen. Außerdem konnten erreicht werden: eine einheitliche Unterweisung auf Augenhöhe, das Prüfen der Arbeitszeitkonten bei Überlastung, in Konfliktsituationen ein Einsatz von Mediatoren und allgemein die Verbesserung des menschlichen Umgangs untereinander aber auch die Verkürzung von Reparaturzeiten der Dienstfahrräder.
Aktuell steht eine Wirksamkeitskontrolle auf der Agenda.

 

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