Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen als Zukunftsmodell

Dr. Markus Kohn von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung bringt den Teilnehmenden am Nachmittag in seinem Vortrag „Von der Gefährdungsbeurteilung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen“ die aktuellen Grenzen der Gefährdungsbeurteilung und eine Reihe von Entwicklungsmöglichkeiten nahe.

Gestützt auf unterschiedliche Untersuchungen weist Markus Kohn nach, dass die Gefährdungsbeurteilung in den Unternehmen überwiegend lediglich wegen der gesetzlichen Verpflichtung umgesetzt wird. Sie wird weitgehend den Sicherheitsfachkräften überlassen, was zur Folge hat, dass sie häufig auch nicht in die internen kontinuierlichen Verbesserungs- und Qualitätsmanagementprozesse eingebunden ist. Die prozesshafte direkte Beteiligung der Beschäftigten wird vernachlässigt. Deren Schulung für diese Beteiligung unterlassen.

Wünschenswert wäre eine Fortentwicklung der Gefährdungsbeurteilung. Bisher beschäftigen sich verschiedene Gruppen im Unternehmen (Arbeitsschutz, Betriebsarzt, Qualitätsmanagement, Personalführung…) getrennt voneinander mit Bestandsaufnahmen. Wenn diese Bestandsaufnahmen zusammengeführt würden, könnte sich eine komplexe Beurteilung der Arbeitsbedingungen entwickeln. Die Rolle des betrieblichen Gestaltungskoordinators könnte die Sicherheitsfachkraft der Zukunft übernehmen.

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