Die ASITA-Arbeitssituationsanalyse

Die zweite Referentin des Tages, Dr. Karin Töpsch, ist externe BGM-Beraterin für die Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Sie stellt dem Forum die ASITA-Arbeitssituationsanalyse der BGW vor, die selbstständig, aber auch nach einer Mitarbeiterbefragung als vertiefende Erhebung eingesetzt werden kann.

Es handelt sich dabei nicht um ein quantitatives, sondern um ein qualitatives Erhebungsinstrument, deren Anwendung weder branchen- noch tätigkeitsgebunden ist. Das Verfahren setzt auf Beteiligung der Beschäftigten als Experten für ihre Arbeit. Es ist nicht anonymisiert.

Die Methode ermöglicht, in einem Team neben den Belastungen auch die vorhandenen Ressourcen zu erkennen und vermeidet damit eine reine Defizitorientierung. Sie ist insbesondere in kleinen Einrichtungen mit besonders belasteten Teams geeignet und arbeitet mit sozialer Intervention. Weniger geeignet ist die Methode, wenn im Prozess besonderer Wert auf Benchmark gelegt wird.

Durchgeführt wird die Analyse im Rahmen eines Workshops mit einem vorgegebenen Ablauf – selbstverständlich in der Arbeitszeit. Teilnehmende sind ca. 6-15 Beschäftigte einer Hierarchieebene, die fünf standardisierte Fragen beantworten. Parallel finden weitere Workshops mit anderen Gruppen eines Arbeitsbereichs statt. Der konkrete Ablauf des Prozesses ist in der Präsentation aufgezeigt.

Nach der Anwendung konnten u.a. die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit konstatiert werden, aber auch Optimierung von Arbeitsprozessen war ein typisches Prozessergebnis.

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