Demografie in der Fertigung

Von einem Konzernprojekt für die Bewältigung des demografischen Wandels in der Fertigung bei Bosch Siemens Hausgeräte berichten Georg Hechtl und Ingrid Eggenmüller. Dies Projekt ist vor dem Hintergrund des “demografischen Buckels” in der Belegschaft entstanden und versucht, die Arbeit in der Bandfertigung mithilfe von nichttechnischen Maßnahmen gesundheitsgerechter zu gestalten.

Alle Maßnahmen wurden in eine Betriebsvereinbarung für ein Pilotprojekt gegossen. Änderungen erfolgten insbesondere im Arbeitsbeginn (von 5.30 auf 6.00 Uhr) und – ende, in einer Absenkung der Bandgeschwindigkeit (von 105% auf 100 %), Zeitboni für gesundheitsbewußtes Verhalten, einer Unterweisung zur Erleichterung der Schichtarbeit und auch einer veränderten Verantwortungsstruktur hin zu mehr Nähe zu den KollegInnen in der Montage.

Die Änderungen wurden von den Beschäftigten in vielen Bereichen positiv oder neutral bewertet, insbesondere der Wegfall freier Tage nach Stundenaufbau wurde jedoch kritisch gesehen und im Verlauf abgemildert.
Ingrid Eggenmüller berichtete in ihrem Beitrag auch und besonders von Gegenwind aus der Belegschaft, dem der Betriebsrat ausgesetzt gewesen sei. Das Projekt sei aber davon getragen, dass Beschäftigten die Chance gegeben werden soll, länger gesund arbeiten zu können. Deshalb wird sie weiter für die Umsetzung des Demografieprojekts kämpfen.

Der Pilotversuch läuft noch bis Ende Oktober und wird dann nach allen Kriterien, die für die Beurteilung notwendig sind ausgewertet. Danach soll das Projekt ausgeweitet werden.

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