“Dann sollen es halt die Jungen machen”

Sandra Stude von der IG BCE berichtet in ihrem Beitrag, das in ihrer Gewerkschaft Beschäftigte eingestellt wurden, um in den Betrieben bei der Umsetzung der Anforderungen des aktuell diskutierten Fachkräftemangels zu unterstützen, indem der demografische Wandel mit Guter Arbeit verknüpft wird. Dies macht deutlich, dass die Arbeit an dem Thema schwerpunktmäßig voran getrieben werden soll. In ihrer Arbeit begegnet ihr immer wieder in den Auftaktgesprächen mit den Arbeitgebern zur Bewältigung des Problems die Einschätzung: ” dann sollen es halt die Jungen machen”. Oder sie denken an Leistungsverdichtung, um den Mangel abzufedern. Stattdessen, so Sandra Stude, ist Entlastung durch alle Altersgruppen erforderlich, wenn das Problem gemeistert werden soll. Es sei jedoch eine win-win- Situation, dem Demografischen Wandel mit Guter Arbeit zu begegnen. Andernfalls drohen Qualitätseinbußen, verringerte Produktivität, höhere Fluktuation und letztlich dann auch eine verringerte Wettbewerbsfähigkeit.

In der Beratung von Betriebsräten stehen entsprechend Themen auf der Agenda wie Arbeitszeitberatung, Ausbildung und Übernahme, Weiterentwicklung und Betriebliches Gesundheitsmanagement mit all seinen Facetten.

Diese grundsätzliche Einschätzung hat auch zu der Gemeinsamen Erklärung Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt von BMAS, BDA und DGB geführt. Es geht in dieser Erklärung um die Prävention psychischer Erkrankungen durch den Einsatz einer ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung und die Unterstützung für Betroffene u.a. auch durch Wiedereingliederung in den Betrieb.

Auch wenn jeder Betrieb anders ist, weist Sandra Stude auf verschiedene Leitlinien und Ratgeber hin, die genutzt werden können, um zu einer ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung zu kommen. Natürlich sind auch die Gewerkschaften gute Ratgeber, die die Problemlagen der Branchen kennen und Verschiedene Schlüssel zur Bewältigung im Repertoire haben. Zum Abschluss ihres Beitrags trägt sie noch einige Essentials vor, die zur gesunden Arbeit beitragen und in der Präsentation aufgelistet sind.

 

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