GIPFEL017: Führungsaufgaben im Fehlzeiten-Management

Der heitere und unterhaltsame Vortrag von Dr. Anne Katrin Matyssek, do care! – Gesund Führen

GIPFEL016: Kein Stress mit dem Stress – NEU: Eine Broschüre für Betriebs- und Personalräte

Der Audiomitschnitt zum Vortrag von Harald Schmitt, BMAS, Referat BetrVG  

Rolle der Politik (André Große-Jäger)

Beim letzten Mal wurde eine Resolution verabschiedet, darauf wird hier auch eingegangen.

Vorwort Forderung der Gewerkschaften nach einer Stress-Verordnung, darüber sollen wir reden.
Führung im Wandel ist unser Thema, und auch die großen Fragen der Welt lassen sich herunterbrechen auf die Unternehmenskultur.

Warum ist Deutschland besser aus der Wirtschaftskrise herausgekommen als andere Staaten? Fachkräfte wurden in den Betrieben gehalten, es kann und sollte daran weiter gearbeitet werden: Wertschätzung ist wichtig für Wertschöpfung. Die Erwerbsbevölkerung wird weniger, das wissen wir. Die Entwicklung bringt mit sich, dass die Verhandlungssituation der Beschäftigten besser wird, nicht mehr Betriebe suchen Arbeitslose aus, sondern sie müssen die Beschäftigen anwerben und halten!

Zielgruppe Frauen, besonders Alleinerziehende. Jede 5. frau mit Kindern unter drei Jahren muss nicht arbeiten, aber sie wollen! Ältere als Zielgruppe sind auch wichtig für die Unternehmen, da sie viel Fachwissen besitzen.
Junge Menschen fehlen in den Unternehmen. Jedes Talent wird gebraucht! Wir haben 250 000 Jugendliche ohne Arbeit, das ist wenig im europäischen Vergleich, aber viele Schicksale! Diejenigen mit Migrationshintergrund haben eine hohe Problematik, dass viele dieser Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen.

Da ist etwas zu tun! Jeder soll seine Chance bekommen, und die Unternehmen müssen daran mittun.
Das hat zu einer Neupositionierung der Initiative Neue Qualität der Arbeit geführt, auch die genannte Resolution. In den Betrieben haben wir globalen Wettbewerb, demographischen Wandel und einen rasanten Strukturwandel. Dafür muss es gemeinsame Regularien geben…

Die Entwicklung hat sich vom traditionellen arbeitgeberorientierten gewandelt zu einem arbeitnehmerorientierten Arbeitsmarkt. z.B. Kinderbetreuung zu stellen ist ein wichtiges Instrument zur Bindung junger Eltern. Eine Personalmaßnahme! Der Staat sorgt für einen verläßlichen Rahmen, kann aber z.B. nicht für eine gute Führungskultur sorgen, das kann man nicht verordnen. INQA setzt aber Maßstäbe und gibt Empfehlungen dazu…

Es gibt einen Steuerkreis als Struktur, und viele Angebote: Selbstcheck gute Mittelstand, Coaching mit Audit für Unternehmenskultur, Benchmark, um voneinander zu lernen. Programm für Unternehmen bis 200 beschäftigte, mit Angeboten zur Beratung auch von Betriebsräten. unternehmenswert: Mensch heißt das ESF Projekt. Das sind ganz konkrete Hilfestellungen, die Eure Arbeit weiter unterstützen!

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GIPFEL015: Herausforderungen einer zukunftsgerechten Arbeitswelt – welchen Beitrag kann die Politik leisten?

Den Vortrag von Ministerialdirektor Prof. Dr. Rainer Schlegel, Bundesministerium für Arbeit und Soziales könnt ihr hier anhören, oder bei iTunes nach DGB Bildungswerk suchen.

Achtsamkeit als Basis für gesundes und kreatives Führen

Was ist denn Achtsamkeit? Wir machen ein Experiment, um zu probieren, was Achtsamkeit ist. Das Krokodil mit dem Vogel im Maul, der ihm die Zähne putzt ist ein ganz gutes Bild. Wenn der Respekt geht … kommt die Gefahr! „Achtsamkeit als Basis für gesundes und kreatives Führen“ weiterlesen

Texte aus dem Schauspiel ‘Rubikon’

Ein Schauspiel zur Klärung der Kompetenzen betrieblicher Veränderungsprozesse
mit Thomas Wenzel und Josef Hoffmann
Eine Inszenierung von Reinhard R. Lenz * Institut Input

1.
Ein Fischschwarm bildet
einen eigenen Körper.
Jeder einzelne Fisch ist eigenständig,
schwimmt kreuz und quer.
Aber wenn sich
auf einen unsichtbaren Impuls hin
alle ausrichten, sind sie eine starke Einheit.
Die Richtung wird vom Ganzen bestimmt.
Es gibt keinen sichtbaren, definierten Kopf.

2.
Ein Orchester benötigt einen Kopf,
der den Lauf angibt.
Alle Individualisten tragen
ihr künstlerisches Können bei
aber unterwerfen sich
der Leitlinie des Dirigenten,
bis hin zum sekundengenauen Takt.
Nur dann kommt etwas
gewaltiges, klangvolles dabei raus.

3.
Eine Wolke hat viele
kleine Wassermoleküle und Tröpfchen.
Am Wolkenrand franst es aus und doch
ist es ein zusammenhängendes Ganzes.
Jeder Tropfen macht was er will
und ordnet sich doch dem anderen zu.
Sie verbünden sich, sie trennen sich.

4.
Der Rudelführer lenkt die Meute,
damit die Beute gemeinsam erlegt wird,
alle satt werden und überleben.

5.
Wenn sich Anziehungskräfte
und Fliehkräfte
im Gleichgewicht befinden,
funktioniert ein riesiges Planetensystem.
Ausgeglichene Systeme
erzeugen Zufriedenheit und Erfolg.

6.
Die Mannschaft wird geführt.
Die Leitlinien werden vom Trainer vorgegeben. Eintrainierte Laufwege auf dem Platz.
Die Verfassung jedes Einzelnen
entscheidet über Erfolg oder Niederlage.
Ein gesunder Konkurrenzdruck
fördert Leistungsbereitschaft.

7.
Bei einer vertrauten Mannschaft
spürt der Mitspieler wohin er laufen muss.
Er ist unterwegs,
bevor der Ball weiß, wie ihm geschieht.
Der Ballführende ahnt
wohin er schießen muss,
bevor der andere losgelaufen ist.

8.
Wenn Leidensdruck vorliegt,
laufen Prozesse fast von allein:
Ölkrise 1973,
Tschernobyl 1986,
Rentenreform 2001,
Bankenkrise 2008
demografischer Wandel,
lebenslanges Lernen.
Wenn’s direkt ans Portemonnaies geht,
das erzeugt Leidensdruck…

9.
Egal, wie intelligent jemand ist,
Schlau kann jeder werden.
— wenn er will.
Die verfügbare Intelligenz im Team entscheidet,
wie schnell eine Mannschaft schlau wird.
— wenn sie will.

10.
Beim Überlebenskampf gegen Naturgewalten, auf einem Schiff, bei Katastropheneinsätzen,
im Krieg, in der Notfallmedizin,
da hast du keine Zeit
jede Anweisung zu diskutieren,
da wird die Einzelmeinung außer Kraft gesetzt,
Befehl und Gehorsam müssen funktionieren.

11.
Verwandelte Matchbälle, Tore,
weiteste Sprünge, viele kleine Erfolge
erzeugen Selbstbewusstsein.
Selbstbewusstsein verwandelt Matchbälle, schießt Tore, springt am weitesten
und hat Erfolge.

12.
Freiräume sind Räume

und Räume haben Grenzen.