Taxifahrer demonstrieren gegen eine App

DSC_0028Am Montagvormittag stellten die Gewerkschaften ihre Schwerpunkte bei der Sicht auf das Thema Arbeit 4.0 vor. In einem Grußwort von Annika Wörsdörfer aus der DGB-Bundesvorstandsverwaltung wurden die Kernelemente Guter Arbeit hervorgehoben, die es zu beachten gilt, wobei aktuell das Thema Arbeitszeit zwischen den Sozialpartnern besonders intensiv bearbeitet wird.

DSC_0040Sören Tuleweit von der IG BCE berichtete, dass sich in seiner Gewerkschaft zunächst die Frage gestellt wurde, welche realen Veränderungen vor Ort beobachtet werden oder ob sich hier lediglich heiße Luft entlädt. Die Fragestellungen, die im Anschluss in einem Forschungsprojekt bearbeitet wurden, bilden vier Perspektiven ab:
– was passiert technisch
– 4. industrielle Revolution
– Neue Konfliktpotenziale
– Politische Strategie oder Marketingkonzept
Beobachtet wurden in dem Projekt verschiedene Formen im Rahmen der Digitalisierung in der Prozessindustrie. Sören Tuleweit nannte und beschrieb hier u.a. die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) und den Einsatz von Datenbrillen.
Festgestellt wurde außerdem, dass Mensch und Maschine zunehmend verschränkt arbeiten. Daraus ergeben sich arbeitspolitische Richtungsentscheidungen, so z.B. Das up- oder downgrade oder die Chancen und Risiken von In- oder Exklusion.
Als Folgen werden prognostiziert: eine höhere Effektivierung infolge Digitalisierung mit zunehmendem Leistungsdruck. Dies wird gesundheitliche Folgen haben, insbesondere wird der Stress weiter zunehmen, die Erholungsphasen reduziert sein und die mögliche Überwachung sich niederschlagen. Es könnte aber auch eine Arbeitsentlastung entstehen, wenn die richtige Richtung eingeschlagen wird.

DSC_0049Charly Brandl von verdi zeigte in seinem Beitrag zusätzlich den breiten Strauß der Veränderung, der sich im Spektrum von verdi bereits jetzt ausbreitet. Als Beispiel nannte u.a. Die Entwicklung, dass Taxifahrer gegen eine App demonstrieren (Uber). Aber: es liegt an uns, das Neue zu gestalten.

Gesucht: der agile passfähige Mitarbeiter

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In seinem Einstiegsvortrag am Eröffnungstag, dem 28. August, beschrieb Thomas Lühr vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung die Bandbreite der digitalen Transformation. Dabei sieht er das Unternehmen als zentrale Vermittlungsinstanz, in dem sich entscheidet, in welche Richtung sich der Prozess bewegt. Bestimmen die Beschäftigten als Subjekte den Prozess der Industrialisierung von Wissensarbeit mit oder finden sie sich als Objekte der digitalen Fließbandarbeit wieder? „Gesucht: der agile passfähige Mitarbeiter“ weiterlesen

Danke

Ich möchte mich noch einmal recht herzlich beim Team Gesundheit und Arbeit für die gelungene Arbeit im Hintergrund dieser Tagung bedanken. Außerdem bei den anderen KollegInnen des DGB Bildungswerks in Düsseldorf, die die Tagung organisatorisch mit vorbereitet haben. Ohne diesen gesamten engagierten Einsatz aller dieser Personen wäre diese Tagung nicht so erfolgreich gewesen! Wir freuen uns schon jetzt auf den 4. Gesundheitsgipfel vom 07.08.-10.08.2011 und Ihre/Eure Teilnahme.

Marianne Giesert

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Wenn ihr selbst Bilder hochladen wollt, führt der Weg nur über mich. Schreibt mir eine E-Mail und hängt eure Bilder an, wenn möglich nicht in der Größe, in der  sie aus der Kamera kommen, sondern viiiel kleiner. Wem es was sagt, eine Auflösung von 600 x 400 px wäre optimal. Wenn ihr nicht wisst, was ist meine, schickt die Bilder so, wie ihr könnt. Meine Kontaktdaten findet ihr hier.

3. Gesundheitsgipfel 2010: Prävention und Gesundheitsförderung.

Führung und die vielfältigen Potenziale der Beschäftigten

Durch die Globalisierung der Märkte und den dadurch resultierenden gesellschaftlichen Wandel sind Lebensrisiken entstanden, die zu erheblichen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft führen können. Geringe Einkommen, befristete Arbeitsverhältnisse, unsichere Arbeitsmärkte, Arbeitsplatzabbau, mobile flexible Arbeitsbedingungen mit immer mehr Zeitdruck sind nur einige dieser Faktoren. Insbesondere die krisenhafte Entwicklung der Wirtschaft fordert eine neue Kultur des Managements.

Unternehmen und Führungskräfte haben an „3. Gesundheitsgipfel 2010: Prävention und Gesundheitsförderung.“ weiterlesen