Arbeitswissenschaft und Berufsgenossenschaft

DSC_0062In einem Vortrag am Nachmittag erläuterte Dr. Michael Niehaus von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, was die Arbeitswissenschaft als wirklich neue Elemente erkannt hat. Dies sind:

die digitalisierte Kommunikation Maschine – Produkt – Mensch
Neue Steuerungsinstrumente
Zunahme und neue Formen der atypischen Beschäftigung
Neue Unternehmensstrukturen und
Diversität (die Summe der “Randgruppen” haben eine Größenordnung erreicht, die eine Herausforderung bedeutet)

Das entscheidende Instrument, mit dem den neuen Gefährdungen begegnet werden kann, ist die Gefährdungsbeurteilung. Insbesondere die Ausuferung der Arbeitszeit bedarf einer neuen Unternehmenskultur, die exzessive Überstunden nicht auch noch belohnt sondern als schädlich erkennt und entsprechend behandelt.

DSC_0079Dr. Stefan Dreller von der DGUV berichtete im Anschluss von den Aktivitäten aus seinem Bereich. Insbesondere zeigte er einige Technikbeispiele, die das Arbeiten 4.0 anschaulich machen. So werden inzwischen z.B. Von Dachdeckern Drohnen genutzt, um den Kunden ein Angebot machen zu können. Der Vorteil ist offensichtlich: der Dachdecker muss nicht zuerst aufs Dach, um sich die Schadstellen ansehen zu können, sondern kann direkt auf seinem Smartgerät die Schäden identifizieren.

Die DGUV sieht insbesondere in der räumlichen und zeitlichen Flexibilisierung das neue Kriterium, welches eingedämmt werden muss. Hier ist der Arbeitgeber in der Pflicht, z.B. über Betriebsvereinbarungen mit den Interessenvertretungen spezifische Lösungen zu finden.

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