Anne-Kathrin Matyssek: Führungsaufgaben im Fehlzeitenmanagement

Früher hat man auf Absentisten geschaut, also die, die nicht da waren, dann hat man geschaut, wie kann man die Anwesenheitsquoten erhöhen, z.B. mit Prämien. Heute schaut man auf die ganze Problematik. Dazu braucht man vier
Erkenntnisse:

  • Gesund und Krank sind keine Gegensätze
  • Wer da ist ist nicht unbedingt topfit
  • Gesundheit ist mehr als nur Körper und
  • psychische Erkrankungen nehmen zu!

Führungskräfte also müssen sich von vorne bis hinten kümmern, von der Prävention bis zur Wiedereingliederung und
Rückfallprävention. Bevor man Gespräche übt, muss sich die Haltung ändern. Hin zu “Ich kann ohne meine Beschäftigten nicht arbeiten”.

Das aktuelle Programm wird von vielen anderen Maßnahmen begleitet, die sich auf die Gesundheit beziehen.
Rasselstein macht nicht Jagd auf Kranke, es gibt kaum mehr Blaumacher.
Wie weckt man das Kümmerer-Gen?
In Seminaren wurden die Führungskräfte in Dreitagesportionen ausgebildet, die eigene Gesundheit wichtig zu nehmen, und Gespräche zu lernen, und vieles mehr. Im Umfeld sind die Ernährungsangebote umgestellt worden. Die anwesenden Betriebsräte haben die Evaluation mit dr Uni Aachen zusammen begleitet.

Inhalte:
Erstmal mit sich selber gut umgehen lernen. Was ist Gesundheit, wie geht es
Ihnen unter Stress, Bewegung Ernährung, etc. Schrittzähler.
Persönliche Stressbewältigung, abschalten gut schlafen, Lebensrollen, Abgrenzung
gegen zu hohe Leistungsanforderungen, Umgang mit Unsicherheit und

Zukunftsängsten..

Carecard als Motivator. Dann drei Monate Pause und am dritten Tag, was könne Sie für die Beschäftigten tun? Was tun Sie schon, und wie kann es weitergehen? Die Führungskräfte sind rückengestärkt rausgegangen.

Wenn man die Führung erreichen will, muss man auf jeden Fall auf den Pranger verzichten. Der Ansatz, “wie geht es Ihnen” ist der Aufmacher. Erst dann geht es, über Veränderung der Führung einzuleiten. Medien einsetzen, die nicht bedrohen. Gesundheit ist mehr, auch Psyche. Selbst zum Maßstab werden, interessierte Selbstgefährdung ist bei den Leuten, die so hoch motiviert ein Problem, also selber anfangen!

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