22 Jahre Arbeitsschutzgesetz und keiner macht mit?!

Hans-Joachim Bartlick, ergonomics-berlin, sprach aus seiner 28 -jährigen Erfahrung als Betriebsrat über die Praxis im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Er betonte die Mitverantwortung von Betriebsräten bezüglich der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben des Arbeitsschutzes (laut BetrVG). 

Eine Betriebsvereinbarung zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen sei das wichtigste Instrument zur Sicherung der Mitbestimmung der Betriebsräte. Die Gefährdungsbeurteilung ist folglich für die konkrete Arbeit vor Ort fundamental.

Für die Praxis empfahl Bartlick insbesondere eine detaillierte Ausarbeitung der Betriebsvereinbarung. Am besten seien detaillierte Festlegungen in allen relevanten Fragen, z. B. zu welchen Zeitpunkten Gefährdungen überprüft werden sollen, mit welcher Methode diese festgestellt werden sollen, wie die Beurteilung der Gefährdungen geschehen soll, und auch wann und wie die Wirksamkeitskontrolle durchgeführt werden soll.

Für die Erfassung von psychischen Belastungen sei wichtig, Kriterien oder Grenzwerte (z.B. Prozentsätze negativer Antworten) festzulegen, die eine Festlegung, ab wann Maßnahmen getroffen werden, treffen.

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