GIPFEL050: Neue Formen der Arbeit – sicher und gesund?

Dr. Stefan Dreller aus der Abteilung Sicherheit und Gesundheit der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung stellt verschiedene Ausprägungen der Digitalisierung auf den Prüfstand.

GIPFEL049: Wandel der Arbeit

Michael Niehaus beschreibt den Wandel der Arbeit aus der Perspektive der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dabei fokussiert er auf die Gefährdungsbeurteilung, die auch als Werkzeug für die Einschätzung der Digitalisierung weiterhilft.

GIPFEL048: Gute Arbeit in Zeiten des digitalen Umbruchs ver.di – Positionen und was wir tun …

Karl-Heinz Brandl streift durch die digitale Arbeitswelt und zeigt gute und weniger gute Beispiele der Digitalisierung auf.

Arbeitswissenschaft und Berufsgenossenschaft

DSC_0062In einem Vortrag am Nachmittag erläuterte Dr. Michael Niehaus von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, was die Arbeitswissenschaft als wirklich neue Elemente erkannt hat. Dies sind:

die digitalisierte Kommunikation Maschine – Produkt – Mensch
Neue Steuerungsinstrumente
Zunahme und neue Formen der atypischen Beschäftigung
Neue Unternehmensstrukturen und
Diversität (die Summe der “Randgruppen” haben eine Größenordnung erreicht, die eine Herausforderung bedeutet)

Das entscheidende Instrument, mit dem den neuen Gefährdungen begegnet werden kann, ist die Gefährdungsbeurteilung. Insbesondere die Ausuferung der Arbeitszeit bedarf einer neuen Unternehmenskultur, die exzessive Überstunden nicht auch noch belohnt sondern als schädlich erkennt und entsprechend behandelt.

DSC_0079Dr. Stefan Dreller von der DGUV berichtete im Anschluss von den Aktivitäten aus seinem Bereich. Insbesondere zeigte er einige Technikbeispiele, die das Arbeiten 4.0 anschaulich machen. So werden inzwischen z.B. Von Dachdeckern Drohnen genutzt, um den Kunden ein Angebot machen zu können. Der Vorteil ist offensichtlich: der Dachdecker muss nicht zuerst aufs Dach, um sich die Schadstellen ansehen zu können, sondern kann direkt auf seinem Smartgerät die Schäden identifizieren.

Die DGUV sieht insbesondere in der räumlichen und zeitlichen Flexibilisierung das neue Kriterium, welches eingedämmt werden muss. Hier ist der Arbeitgeber in der Pflicht, z.B. über Betriebsvereinbarungen mit den Interessenvertretungen spezifische Lösungen zu finden.

GIPFEL047: Industrie 4.0 in der Prozessindustrie – Herausforderungen und Gestaltungschancen

Sören Tuleweit von der IG BCE stellt den Zusammenhang zwischen den neuesten technologischen Entwicklungen und der Begleitung der Kolleg_innen im Digitalen Wandel her. „GIPFEL047: Industrie 4.0 in der Prozessindustrie – Herausforderungen und Gestaltungschancen“ weiterlesen

GIPFEL046: Einführung durch Annika Wörsdörfer

Annika Wörsdörfer referiert zur Metastudie der BAUA.

Taxifahrer demonstrieren gegen eine App

DSC_0028Am Montagvormittag stellten die Gewerkschaften ihre Schwerpunkte bei der Sicht auf das Thema Arbeit 4.0 vor. In einem Grußwort von Annika Wörsdörfer aus der DGB-Bundesvorstandsverwaltung wurden die Kernelemente Guter Arbeit hervorgehoben, die es zu beachten gilt, wobei aktuell das Thema Arbeitszeit zwischen den Sozialpartnern besonders intensiv bearbeitet wird.

DSC_0040Sören Tuleweit von der IG BCE berichtete, dass sich in seiner Gewerkschaft zunächst die Frage gestellt wurde, welche realen Veränderungen vor Ort beobachtet werden oder ob sich hier lediglich heiße Luft entlädt. Die Fragestellungen, die im Anschluss in einem Forschungsprojekt bearbeitet wurden, bilden vier Perspektiven ab:
– was passiert technisch
– 4. industrielle Revolution
– Neue Konfliktpotenziale
– Politische Strategie oder Marketingkonzept
Beobachtet wurden in dem Projekt verschiedene Formen im Rahmen der Digitalisierung in der Prozessindustrie. Sören Tuleweit nannte und beschrieb hier u.a. die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) und den Einsatz von Datenbrillen.
Festgestellt wurde außerdem, dass Mensch und Maschine zunehmend verschränkt arbeiten. Daraus ergeben sich arbeitspolitische Richtungsentscheidungen, so z.B. Das up- oder downgrade oder die Chancen und Risiken von In- oder Exklusion.
Als Folgen werden prognostiziert: eine höhere Effektivierung infolge Digitalisierung mit zunehmendem Leistungsdruck. Dies wird gesundheitliche Folgen haben, insbesondere wird der Stress weiter zunehmen, die Erholungsphasen reduziert sein und die mögliche Überwachung sich niederschlagen. Es könnte aber auch eine Arbeitsentlastung entstehen, wenn die richtige Richtung eingeschlagen wird.

DSC_0049Charly Brandl von verdi zeigte in seinem Beitrag zusätzlich den breiten Strauß der Veränderung, der sich im Spektrum von verdi bereits jetzt ausbreitet. Als Beispiel nannte u.a. Die Entwicklung, dass Taxifahrer gegen eine App demonstrieren (Uber). Aber: es liegt an uns, das Neue zu gestalten.

GIPFEL045: Arbeitswelt der Zukunft – zwischen “digitalem Fließband” und neuer “Humanisierung der Arbeit”

Thomas Lühr vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V.  – ISF München begreift den digitalen Wandel als eine Aushandlung, in der der Mensch als Gestaltender eine zentrale Rolle spielen muss. Sonst schlägt die Digitalisierung am Ende ausschließlich negativ statt humanisierend zu Buche. „GIPFEL045: Arbeitswelt der Zukunft – zwischen “digitalem Fließband” und neuer “Humanisierung der Arbeit”“ weiterlesen

Gesucht: der agile passfähige Mitarbeiter

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In seinem Einstiegsvortrag am Eröffnungstag, dem 28. August, beschrieb Thomas Lühr vom Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung die Bandbreite der digitalen Transformation. Dabei sieht er das Unternehmen als zentrale Vermittlungsinstanz, in dem sich entscheidet, in welche Richtung sich der Prozess bewegt. Bestimmen die Beschäftigten als Subjekte den Prozess der Industrialisierung von Wissensarbeit mit oder finden sie sich als Objekte der digitalen Fließbandarbeit wieder? „Gesucht: der agile passfähige Mitarbeiter“ weiterlesen