GIPFEL039: Aktuelles aus dem DGUV Vorschriften- und Regelwerk: DGUV Vorschrift 1, DGUV Vorschrift 2

Sebastian Felz und Dr. Stefan Vorderstrasse von der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung sprechen über Neuerungen in den DGUV Vorschriften.

GIPFEL044: Demografieprojekt bei BSH Hausgeräte – Herausforderung Demografischer Wandel

Georg Hechtl Abteilungsleiter Montage – Geschirrspüler Fabrik Dillingen Ingrid Eggenmüller stellv. Betriebsratsvorsitzende BSH Hausgeräte Dillingen sprechen über Demografieprojekt bei BSH Hausgeräte – Herausforderung Demografischer Wandel

Demografie in der Fertigung

Von einem Konzernprojekt für die Bewältigung des demografischen Wandels in der Fertigung bei Bosch Siemens Hausgeräte berichten Georg Hechtl und Ingrid Eggenmüller. Dies Projekt ist vor dem Hintergrund des “demografischen Buckels” in der Belegschaft entstanden und versucht, die Arbeit in der Bandfertigung mithilfe von nichttechnischen Maßnahmen gesundheitsgerechter zu gestalten.
Alle Maßnahmen wurden in eine Betriebsvereinbarung für ein Pilotprojekt gegossen. Änderungen erfolgten insbesondere im Arbeitsbeginn (von 5.30 auf 6.00 Uhr) und – ende, in einer Absenkung der Bandgeschwindigkeit (von 105% auf 100 %), Zeitboni für gesundheitsbewußtes Verhalten, einer Unterweisung zur Erleichterung der Schichtarbeit und auch einer veränderten Verantwortungsstruktur hin zu mehr Nähe zu den KollegInnen in der Montage.
Die Änderungen wurden von den Beschäftigten in vielen Bereichen positiv oder neutral bewertet, insbesondere der Wegfall freier Tage nach Stundenaufbau wurde jedoch kritisch gesehen und im Verlauf abgemildert.
Ingrid Eggenmüller berichtete in ihrem Beitrag auch und besonders von Gegenwind aus der Belegschaft, dem der Betriebsrat ausgesetzt gewesen sei. Das Projekt sei aber davon getragen, dass Beschäftigten die Chance gegeben werden soll, länger gesund arbeiten zu können. Deshalb wird sie weiter für die Umsetzung des Demografieprojekts kämpfen.
Der Pilotversuch läuft noch bis Ende Oktober und wird dann nach allen Kriterien, die für die Beurteilung notwendig sind ausgewertet. Danach soll das Projekt ausgeweitet werden.

Fotos vom Gesundheitsgipfel 2015

Während des Gesundheitsgipfels sind eine Reihe schöner Fotos entstanden, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Von der Pflicht zur Mitbestimmung

In einem Vortrag zur Bedeutung der gesetzlichen Änderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Arbeit der Interessenvertretungen hob Dr. Ulrich Faber zunächst hervor, dass der Arbeitsschutz zweifelsfrei eine Kernaufgabe der Interessenvertretungen sei. Wichtig und von Arbeitgebern nicht immer gern gesehen sei hierbei die Unterstützung auch von außerbetrieblichen Stellen, um den Gesundheitsschutz im Betrieb sicherzustellen.

Wichtig für Interessenvertretungen sei, den Pflichtbereich des Arbeitgebers zu kennen, denn hier greife die Mitbestimmung. Dieser Pflichtbereich habe sich, auch unter Einwirkung europäischer Normen, in den vergangenen Jahren erweitert. Jedenfalls sei die Vermutung, dass auch Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zum Kanon des mitbestimmungspflichtigen Pflichtbereichs zählen, nicht ganz aus der Luft gegriffen. Denn auch organisatorische Regelungen unterliegen, so das Bundesarbeitsgericht in einer neueren Entscheidung, der Mitbestimmung. Sobald die Mitbestimmung greift, sei die Tür geöffnet, realistische und betriebsnahe Maßnahmen des Arbeitsschutzes umzusetzen.

Besonders hervorgehoben hat der Referent die Novellierung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge im Herbst 2013. Ziel der Novellierung war die Stärkung der Selbstbestimmung der Beschäftigten bei diesen Vorsorgeuntersuchungen, die die Prävention im Fokus haben. Der Arbeitgeber kriegt nach der Untersuchung nur mitgeteilt, dass der/die Beschäftigte zur Vorsorge war. Die Vorsorgeuntersuchungen sind deutlich abzugrenzen von Eignungsuntersuchungen, die als Folge eine Selektion bewirken. Eignungsuntersuchungen bedürfen einer normativen Grundlage, die aktuell von den Arbeitgebern eingefordert wird. Hier sei aber Vorsicht geboten, denn eine Eignungsuntersuchung müsse immer verhältnismäßig sein. Fragestellungen in diesem Zusammenhang seien: erreicht sie das Ziel? Ist es das mildeste Mittel? Gibt es belastbare Hinweise für einen konkreten Anlass? Nur unter dieser Bedingung dürften sich Interessenvertretungen auf eine Einigung mit dem Arbeitgeber einlassen.

GIPFEL043: Gesetzliche Änderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz – Was bedeutet das für die Arbeit der Betriebs- und Personalräte

Dr. Ulrich Faber, Rechtsanwalt aus Köln spricht über Gesetzliche Änderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz – Was bedeutet das für die Arbeit der Betriebs- und Personalräte

GIPFEL042: Betriebsvereinbarungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement: BGM-Praxis, Fallstricke, Tipps

Dr. Eberhard Kiesche von der AoB Bremen spricht über Betriebsvereinbarungen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement: BGM-Praxis, Fallstricke, Tipps

GIPFEL041: Widerstandskraft in Zeiten ständiger Veränderung

Sigrid Thiem von der HBT Akademie, spricht über Widerstandskraft in Zeiten ständiger Veränderung

Zusammenfassung der Workshopergebnisse

Nach 2,5 Stunden Workshopzeit mussten die Ergebnisse auf 3 Minuten eingedampft werden. Allein das war eine große Herausforderungen für die Workshop-Teilnehmenden. Aber es ist gelungen, schaut selbst:

Gruppe 1: Krokodil-Situationen ins Spiel bringen

Gruppe 2: Methoden der Messbarkeit psychischer Belastungen

Gruppe 3: Wie sag’ ich’s meinem Kinde?

Gruppe 4: Kann ich das Krokodil erschießen? Was ist mein Krokodil?

Gruppe 5: Gute Arbeit gestalten. Betriebliche Praxis mit dem DGB Index Gute Arbeit